| Staunen, wie Gott führt (Sieghild Reimann) |
Staunen, wie Gott führtEnde April besuchte ich die sächsischen Regionaltagung von "Gemeinde & Charisma", bei der es um das Thema Prophetie ging und um die Gaben, die Gott gibt. Wenn man für Gott da sein und seinen Willen tun will, setzt das eine innige Beziehung voraus. So nahm ich mir vor, nicht nur über Gott und mit Gott zu reden, sondern vor allem auf ihn zu hören! Seitdem machte ich viele Notizen und staunte, wie Gott das Puzzle zusammen setzt. Dass er uns ernst nimmt, wenn wir es ernst meinen, habe ich bald erfahren. Etwa 2 Wochen später hatte ich Nachtschicht und fand auf Station an der Pinnwand einen Rundbrief an alle Abteilungen unseres Krankenhauses und hatte sofort die Gewissheit, dass er mir galt. Es wurde ein Hilfsprojekt für das Krankenhaus in Zomba / Malawi vorgestellt, welches von der Uni in Jena ausgeht, aber durch unser Krankenhaus mit unterstützt wird. Gleichzeitig wurde angefragt, ob sich Mitarbeiter einen Einsatz dort vorstellen können.... Als ich nach dem Dienst ins Bett ging, las ich noch die Herrnhuter Losung für den Tag: „Er führte mich hinaus ins Weite....“ (Ps.18,20). In den nächsten Tagen stieß ich weiter auf Bibelstellen, die mich sehr ansprachen: „Herr, du erforschst mich und kennst mich.....“(Ps.139,1+2), „Der Herr, unser Gott, neige unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen“(1.Kö.8,58), „Ehe sie rufen, will ich antworten.....“(Jes.65,24), „Befiehl dem Herrn deine Wege...“(Ps.37,5). Wie lautete das Thema der Predigt am nächsten Sonntag? „Der sinkende Petrus“. Wir wurden aufgefordert nachzudenken, wo wir das schützende Boot verlassen sollen; wo neue Risiken eingehen, wo „auf dem Wasser laufen“; wie weit reicht mein Vertrauen....?! Mir stand das folgende Lied vor Augen: Neue Schritte wagen, gehn in deiner Spur, Jesus, du gehst mir voran. Schritt für Schritt hilf mir Herr, auf deinem Weg dir nachzugehen. Dann folgte eine Zeit des Wartens, in der mich Jesus aber immer wieder konkret ansprach. Endlich, am 23. September, kam dann das Signal aus Malawi: Ich solle lieber heute als morgen kommen. Das Gespräch mit unserem Geschäftsführer folgte am 25.9. vormittags; mittags erhielt ich das o.k. von der Leitung unseres Krankenhauses. Danach war mein Reisebüro gefragt, das es mit einem nicht alltäglichen Ziel zu tun bekam. Aber am 8.11. war noch ein Flug nach Lilongwe möglich. Ich staune darüber, wie perfekt Gottes Zeitplan ist. Sieghild Reimann Inzwischen versieht Sieghild ihren Dienst in Malawi und erlebt auch dort, wie Gottes Führung "Schritt für Schritt" geschieht. |




